Verkehr und Mobilität
• Innerörtliches Verkehrskonzept überarbeiten – Sicherheit statt Schikanen
• Einheitliche Geschwindigkeit: 40 km/h in Wohn- und Sammelstraßen, 50 km/h auf Hauptachsen
• Sichere Querungen an Hauptstraßen (Emil-Geis-Straße, Marktplatz etc.) verbessern
• Südliche Umgehungsstraße endlich ernsthaft planen – Entlastung vom Durchgangsverkehr
• Neue Fahrrad- und Fußgänger-Hochbrücke Grünwald–Pullach über die Isar
• Zukunftsmobilität: Modellversuch für autonome Bürgerbusse im Ort
• Bessere ÖPNV-Anbindung durch S-Bahn-Anschluss mit Parkhaus Großhesseloher Brücke / Bavaria Film

Das innerörtliche Verkehrskonzept der Gemeinde wurde ohne nachgelagerte Beteiligung des Gemeinderates umgesetzt. Damit wurden vollendete Tatsachen geschaffen: Straßenverengungen, Straßennasen und Einbuchtungen an verschiedenen Stellen erreichen teils eher das Gegenteil von mehr Sicherheit.
Auch die Regelung der Geschwindigkeitsbeschränkungen wirkt planlos: Sammelstraßen werden teils beruhigt (z. B. An den Römerhügeln), teils nicht (Josef-Sammer-Straße/Kaiser-Ludwig-Straße/Gabriel-von-Seidl-Straße). Dagegen wurden untergeordnete Wohnstraßen zu 30-km/h-Zonen erklärt.
Warum an Sammelstraßen keine Reduzierungen vorgenommen wurden, obwohl dort ebenfalls Familien und Seniorinnen und Senioren wohnen, bleibt unverständlich. Wir fordern eine einheitliche Geschwindigkeit in Wohngebieten und Sammelstraßen von 40 km/h. Auf den Hauptverbindungsstraßen soll weiterhin 50 km/h gelten. Die von uns seit langem geforderten Nachbesserungen stoßen im Rathaus immer wieder auf taube Ohren.
Die Ampelschaltung mit der von uns beantragten Induktionsschleife an der Kreuzung Oberhachinger-/Sudeten-/Josef-Sammer-Straße ist nun seit fast zwei Jahren erfolgreich in Betrieb. Sie hat zu einer besseren Verkehrsregelung und zu sichereren Querungsmöglichkeiten geführt.
Ebenso haben wir uns für eine verbesserte Verkehrsführung entlang der Emil-Geis-Straße eingesetzt, die für Fußgänger derzeit nur über die Ampel am Marktplatz sicher zu überqueren ist. Wir haben deshalb eine weitere Querungsmöglichkeit an der Ecke Dr.-Max-Straße angeregt. Trotz Einschaltung des Bayerischen Innenministers konnte die PBG wegen der vielen Grundstückszufahrten dort keine zusätzliche Ampelanlage durchsetzen.
Am Marktplatz haben wir uns für den Erhalt der Rechtsabbiegespur Richtung Tölzer Berg ausgesprochen und zur besseren Sicherheit für Fußgänger ein Signalwarnlicht gefordert. Letzterer Vorschlag wurde vom Straßenbauamt abgelehnt, obwohl an der neuen Ampelanlage Oberhachinger Straße/Ecke Josef-Sammer-Straße/Sudetenstraße eine solche Einrichtung existiert.
Der Durchgangsverkehr auf den Hauptstraßen hat weiter immens zugenommen. Die Planungen einer südlichen Umgehungsstraße zwischen Ost und West tauchen seit Jahrzehnten immer wieder auf und verschwinden wieder. Ein Ausbau ist in weite Ferne gerückt. Es fehlt an einem zukunftsorientieren Konzept, die zur Entlastung des Durchgangsverkehrs führt. Hier sind Freistaat und Landkreis gefordert, diese überfällige Verkehrspolitik endlich anzugehen.
Wir setzen uns für eine neue Fahrrad- und Fußgängerbrücke als Hochbrücke über die Isar zwischen Grünwald und Pullach ein. Auf der Verbindung über den Grünwalder bzw. Pullacher Berg kommt es immer wieder zu Unfällen mit Radfahrern. Eine Hochbrücke könnte das verhindern, sie sollte möglichst nah am Zentrum Grünwalds angebunden werden. Die derzeitigen Untersuchungen sind noch nicht konkret. Mit dieser neuen Verbindung wäre das Isartal um eine attraktive und sichere Querungsmöglichkeit reicher.
Nachhaltige Mobilität spielt in Gemeinden eine immer wichtigere Rolle. Das Rad-Sharing-Angebot des Landkreises ist mangels Rentabilität eingestellt worden. Deshalb sollten wir den Blick auf die Mobilität der Zukunft richten: autonomes Fahr-Sharing – mit Verkehrssicherheit, Klimafreundlichkeit, Effizienz, Inklusion und Mobilität für alle.
Wir können uns vorstellen, dass künftig autonome Bürgerbusse durch den Ort fahren und allen Generationen als verlässliches und sicheres Verkehrsmittel zur Verfügung stehen. Wir plädieren für eine Projektstudie bzw. einen Modellversuch in Grünwald und regen dazu entsprechende Gespräche an.
Gleichzeitig halten wir weiterhin eine Anbindung an das bestehende S‑Bahn-Netz mit Parkhaus an der Großhesseloher Brücke im Stadtteil Harlaching für eine große Chance für den Park-and-Ride-Verkehr. Damit könnte für das benachbarte Bavaria-Film-Gelände und die Gewerbeflächen am Lil-Dagover-Ring eine deutlich bessere Anbindung geschaffen werden. Eine finanzielle Beteiligung der Gemeinde an den Baukosten halten wir für sinnvoll.
